Die Landwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftszweig unserer Gemeinde
Geschichte
 | | Die Pflege unserer Wiesen |
Bis 1850 war Obersaxen eine ausgesprochene Bauerngemeinde, d.h. fast alle Gemeindeeinwohner Selbstversorger. (Anmerkung ME-J: Zu verdienen gab es hier damals nicht viel. Man zog zwar mit Vieh auf Märkte nach Lugano, Bellinzona und holte wahrscheinlich etwas Polenta, Wein (!) nach Hause, aber in erster Linie galt es aus dem in Obersaxen aus dem Boden gezogenen zu leben! Brot, Milch, Käse, Fleich, Wolle und Flachs zur Herstellung von Stoffen für Bekleidung usw.) Traditionsgemäss wurde Viehzucht betrieben, später kam Mast dazu. Die Struktur der Erwerbspersonen hat sich besonders seit 1960 stark verändert. Im Jahre 1910 waren noch 80 % der erwerbstätigen Personen in der Landwirtschaft tätig. Heute sind es jedoch nur noch ca. 38 %. Neben dem Tourismus ist die Landwirtschaft heute noch der wichtigste Erwerbszweig. In den letzten Jahren fand eine grosse Strukturbereinigung statt. Kleine auslaufende Betriebe wurden von anderen Betrieben übernommen. |
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Vieh-, Alp- und Landwirtschaft
In Obersaxen werden 888 ha landwirtschaflich genutzt. Rund 2/3 der 46 Betriebe bewirtschaften ihren Hof im Haupterwerb, die anderen im Nebenerwerb. Die durchschnittliche Nutzfläche der Haupterwerbsbetriebe liegt bei 25,1 ha. Auf den meisten Haupterwerbsbetrieben bildet die Mutterkuhhaltung den wichtigsten Betriebszweig. Nur drei Betriebe produzieren Milch für den Verkauf. Sie bringen ihre Milch durch einen gemeinschaftlich organisierten Transport in die ca. 14 km entfernte Käserei in Trun. Auf 14 Betrieben wird die Milch der gemolkenen Kühe für die Kälbermast und die Jungviehaufzucht verwendet. Die Nebenerwerbslandwirte halten vorwiegend Schafe und Ziegen. Der Anteil an Eigenland liegt mehrheitlich bei 30-50 Prozent. Ingsgesamt werden 790 Grossvieheinheiten gehalten. Fast alle Tiere werden gesömmert. Auffallend in Obersaxen ist, dass viele Betriebe über gute Ökonomiegebäude mit neuzeitlichen Laufställen oder mindestens gut eingerichtete Anbindeställe verfügen. Alte und arbeitsaufwändige Ställe sind vorwiegend auf auslaufenden Betrieben vorhanden. Alpwirtschaft In der Bergregion kommt der Alpwirtschaft eine grosse wirtschaftliche Bedeutung zu. Dank ihr kann etwa ein Viertel mehr Tiere gehalten werden und dank der Abwesenheit des Viehs wärhend den Sommermonaten können die Bewirtschafter die Arbietsspitzen während den Erntearbeiten auf dem Heimbetrieb besser bewältigen. |