Schülerstatistik der Gemeinde Obersaxen
Stand Mai 2011 Unsere Schule im Überblick Die Primar- und Sekundarschule Obersaxen umfasst das ganze Gemeindegebiet von Obersaxen. Alle Kinder werden in der Schulanlage Meierhof unterrichtet, welche aus einem Schulhaus, einem Kindergärten und einer Turnhalle besteht. Der Schulhausplatz kann ausserhalb der Schulzeit von den Schülern als öffentlicher Spielplatz genutzt werden "Die Volksschule erzieht zu einem Verhalten, das sich an christlichen, humanistischen und demokratischen Wertvorstellungen orientiert. Dabei wahrt sie die Glaubens- und Gewissensfreiheit und nimmt auf Minderheiten Rücksicht. Sie fördert Knaben und Mädchen gleichermassen. Die Volksschule ergänzt die Erziehung in der Familie. Schulbehörden, Lehrkräfte und Eltern oder Erziehungsberechtigte arbeiten zusammen. Die Volksschule erfüllt ihren Bildungsauftrag durch die Gestaltung des Unterrichts und des Zusammenlebens in der Schule. Sie vermittelt grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten; sie führt zum Erkennen von Zusammenhängen. Sie fördert die Achtung vor Mitmenschen sowie der Umwelt und strebt eine ganzheitliche Entwicklung der Kinder zu selbstständigen, verantwortungsbewussten und gemeinschaftsfähigen Menschen an. Sie ist bestrebt, die Freude am Lernen und an der Leistung zu wecken und das Urteilsvermögen zu fördern. Der Unterricht berücksichtigt die Leistungsfähigkeit und individuelle Begabungen und Neigungen der Kinder. Er legt Grundlagen zu lebenslangem Lernen." Jedes Kind, das im laufenden Jahr das 7. Altersjahr vollendet, wird auf Beginn des nächsten Schuljahres schulpflichtig. Der Unterricht an der öffentlichen Schule des Wohnortes ist unentgeltlich. Ebenso werden alle Lehrmittel und Schulmaterialien von der Gemeinde angeschafft und den Schülerinnen und Schülern kostenlos abgegeben. Ein vom Erziehungsrat aufgestellter Lehrplan bestimmt für jede Schulstufe die Lernziele und -inhalte und die für die einzelnen Fächer aufzuwendende Zeit. Die Lehrerschaft ist an den Lehrplan gebunden. Allerdings ist jede Lehrkraft in der Gestaltung ihres Unterrichts frei (Methodenfreiheit); sie trägt aber auch die Verantwortung für die Unterrichtsführung.
LichtbogenGedanken des Künstlers Robert Indermaur zur Skulptur für Schulhaus und Mehrzweckgebäude in Obersaxen Die Arbeit ist hervorgegangen aus einem Kunst und Bau-Wettbewerb für den künstlerischen Schmuck der neuen Mehrzweckhalle. (1992) Die Jury wies in ihrer Aufgabenstellung auf zwei Punkte hin: 1.Der Entwurf für das Mehrzweckgebäude muss für sich allein als abgeschlossene Arbeit bestehen können. 2.Es werden auch Vorschläge erwartet bezüglich der Gestaltung sowie eventueller Verbindung der beiden Plätze (Mehrzweckgebäude und später zu erstellendes Schulhaus) über die Strasse oder durch die geplante Unterführung. Der Entwurf „Lichtbogen“ wurde ausgewählt. Der Teil Eins auf dem Platz vor der Mehrzweckhalle- zwei Erwachsene, die den ersten, roten Teil des Bogens aufrichten, wurde am 4. Juli 1993 eingeweiht. Am 15. Oktober 1995 konnte die ergänzte, komplette Arbeit der Gemeinde übergeben werden. Gedanken zum Werk Der Chronologie folgend möchte ich einen Bogen schlagen vom Anfang zur Fertigstellung, von unten nach oben und von rot über gelb zu blau. ROT steht für Leben. Blut ist rot, die Sonne am Abend, das Magma der Erde, und wie Magma aus dem Vulkan, steigt die Kurve aus dem Boden. Ein Mann und eine Frau sind damit beschäftigt, diese Form aufzurichten, zu stützen und Ihr Halt zu geben. Die beiden Figuren symbolisieren erschaffen. Es wird gebaut. Die Welt wird eingerichtet. Zwei gelbe Stützen helfen den Bogen zu tragen, sind aber etwas wagemutig daran befestigt. Überhaupt ist die Konstruktion durch das weitere Auskragen des überhängenden Teils des Bogens gewagt und soll es auch sein. Das Normale, Bekannte und Gleichbleibende hat die Menschheit noch nie weitergebracht. Alles, was je erfunden oder verändert wurde, ist von Menschen geschaffen worden, die mit den Dingen, so wie sie bestanden, nicht übereingestimmt haben und neue Möglichkeiten suchten. In diesem Sinne soll die Arbeit ermuntern und anspornen, Neues zu wagen. GELB ist hier Symbolfarbe für Energie. Die gelben Stützen, bei beiden Teilen der Kurve, sind Adern, Leitungen zwischen den Dingen. Rohre, Pipelines für Blitze, die Himmel und Erde verbinden. Sie halten die Bogen in der Schwebe. Dass diese in der Mitte nicht zusammenstossen, hat mehrere Gründe: Ein Kreisbogen, nahe an einer absoluten Form, ist etwas Langweiliges fürs Auge. Dieses ist gewohnt, während unserer täglichen Verrichtungen aus Unvollständigem auf Vollständiges zu schliessen, Unfertiges zu ergänzen und das macht einen Grossteil unserer Lebensfreude aus. Ein Puzzle, ein Kreuzworträtsel, irgendeine gestellte Aufgabe, wird uninteressant, sobald wir sie gelöst haben. Ich kenne Leute, die aus ihrem alten Haus ausgezogen sind, sobalt sie es umgebaut haben. Es war ja nichts mehr zu tun. Alle Probleme waren gelöst – die Spannung war weg. Ein Bild, das ich male, wird langweilig, wenn es „fertig“ gemalt ist. Die Aufgabe für das Auge des Betrachters ist schon erledigt, kaum hat er es wahrgenommen. Wir hatten in der Schule einen Projektionsapparat mit einer Lichtbogenlampe. Brachte man die beiden Kohlenpole durch Schrauben an einer Vorrichtung in genügende Nähe, sprang der Funke über und erzeugte ein grelles Licht. LICHTBOGEN - der Titel der Arbeit – enthält diese Erinnerung, bringt aber auch zum Ausdruck, dass der Blick durch den Bogen in die Höhe geführt wird, zum Licht. Auf der Treppe steht der „Bauleiter“, der Denker. Ohne direkte Mitarbeit beim Aufrichten, ist er jener, der die ganze Szene im Griff hat. Nach seinem Willen steht der Bau. BLAU – steht für Weite, Tiefe, für Himmel, für alles geistige und für Leichtigkeit. Der Blaue Bogen überlappt deshalb in konzentrischer Form den Roten. Er umfasst als Kreissegment das rote Segment – als grössere Einheit – und stellt so das Geistige über das Materielle. An seinem Fuss spielen Kinder; ein Knabe und ein Mädchen. Sie sind die Zukunft. Sie lernen aufgrund des Vorhandenen und üben den Umgang damit auf spielerische Art. Leichtigkeit ist dabei und schöpferisch sein, bedarf der Leichtigkeit. Und – es muss Platz bleiben für eigene Kreativität und neues Tun. Auch deshalb ist der Bogen ein offener, „unfertiger“ Bogen. Wenn unsere Schöpfungen keinen Platz lassen für spätere Generationen, werden diese gezwungen sein, was wir geschaffen haben zu zerstören, um wieder Freiräume herzustellen. In mancher zubetonierten Stadt kann man feststellen, dass Zerstörung der einzige „schöpferische Akt“ ist, der der Jugend noch bleibt. Ein Mann (eine Frau) hat sein (ihr) Leben erfüllt, sagt man, wenn er (sie) ein Kind gezeugt, ein Haus gebaut und einen Baum gesetzt hat. (- meine eigene, weniger patriarchalische Version diese Spruchs) Es ist wichtig, dass auch unsere Kinder ihren Raum und ihre Aufgaben in dieser Gesellschaft finden und ihr Leben erfüllt gestalten können. Ich hoffe, dass meine Arbeit ein klein wenig dazu beitragen kann und wünsche mir, dass der Lichtbogen viel Spiel, Spass und Gedanken auslöst. Robert Indermaur Oktober 1995
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